Gastspiel: DanceYour Skin 17.11./18.11.23 Köln Ehrenfeldstudios

02.12.23 Franz. K Reutlingen

Fotografie: Daniela Wolf

DANCE YOUR SKIN

Intermediale Tanzperformance und Ausstellung von Lisa Thomas

Premiere: 22. Juli 2023, 19 Uhr
Vorstellungen: 23. Juli, 11 Uhr und 19 Uhr

PZ Produktionszentrum Tanz + Performance
Tunnelstr. 16, 70469 Stuttgart-Feuerbach

Ticketreservierung über [email protected]
Tickets: 15 € / 10 €

Lisa Thomas stellt die Sichtweisen auf ihren eigenen Körper ins Zentrum der Solo-Tanzperformance DanceYourSkin. Die 63-jährige Tänzerin und Choreografin fragt dabei nach dem ganz besonderen künstlerischen und tänzerischen Potential ihres durch das Alter sichtbar gewandelten Tänzerinnenkörpers. Nicht Defizite im Vergleich zu jungen Körpern, sondern die ungewohnte Qualität eines älteren, weicheren Körpers und seiner Bewegungssprache werden im Zusammenspiel von Fotografien, Live-Projektionen, Video und Rauminstallation gezeigt und gefeiert. Die Zuschauer:innen folgen der Performance durch unterschiedliche Räume und Szenen, die Erinnerungen, individuelle Körperräume und Körperlandschaften anklingen lassen und zwischen Nähe und Distanz teils selbstironisch, teils nüchtern, teils fragil mit Erwartungen und Sehgewohnheiten spielen. Dance Your Skin!

DanceYourSkin ist eine Produktion von Lisa Thomas in Kooperation mit dem PZ Produktionszentrum Tanz + Performance. Das Projekt wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Stuttgart, durch den LaFT BW e.V. und die FTTS – Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart.

Konzeption/Choreografie/Tanz/Performance: Lisa Thomas
Weitere Choreografien: Smadar Goshen, Johannes Blattner
Fotografie: Simone Demandt
Dramaturgie und Video: Sabrina Schray
Text: Sabine Altenburger
Bühne: Justyna Koeke
Kostüm: Justyna Koeke, Gesine Mahr
Lichtdesign: Doris Schopf
Produktion und Kuration: Birgit Gebhard



TEAM

Das Kernteam von DanceYourSkin lebt in Baden-Württemberg mit Arbeitsschwerpunkt in Stuttgart und Region. Die Künstler:innen kommen aus der Sparte Tanz und Performance in interdisziplinärer Erweiterung durch Kolleg:innen aus Video, Fotografie und Kostüm und arbeiten erstmalig in dieser Konstellation zusammen. Lisa Thomas ist mit den Choreograf:innen Johannes Blattner, Smadar Goshen und der Videokünstlerin Sabrina Schray seit 2019/2020 über Stipendien in engem künstlerischem Austausch. Sie performt regelmäßig in Stücken von J. Blattner/multipluralwesen. Mit Simone Demandt startete eine kontinuierliche Kooperation 2019 in der „Condition of Works“ Residenz in Stuttgart. Justyna Koeke und Lisa Thomas begannen 2016 im Kunstprojekt „Prinzessinnen und Heilige“ ihre Zusammenarbeit.

Lisa Thomas ist Tänzerin, Performerin, Choreografin. Der Fokus ihrer Arbeit liegt in intergenerativen und interdisziplinären Projekten, und einer feministischen Recherche zur Ästhetik des alternden Körpers im Tanz. In Stuttgart initiierte sie 2018 die Plattform für interdisziplinäre Improvisationskunst SAAL FREI und ist Mitgründerin der Initiative Tanzkunst und Alter beim Bundesverband Aktion Tanz.
www.lisa-thomas.de

Smadar Goshen ist Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin. Als zertifizierte Gyrotonic und Gyrokinesis Trainerin sowie Gaga Lehrerin setzt sie sich intensiv mit der individuellen Bewegungssprache auseinander, die ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit mit den Tänzer*innen und ihres kreativen Schaffensprozesses ist. In den letzten Jahren kreierte die in Israel geborene Goshen mehrere abendfüllende Stücke, das Duett Rockin woman like Rock sowie die Gruppenstücke Hoomans und Grand Noir. Ebenfalls choreografierte sie für die renommierte Tanzcompany Gauthier Dance das Solo Kamma.

Johannes Blattner ist Tänzer, Choreograf und Tanzpädagoge. Nach seiner Ausbildung an der „freiburger akademie für tanz“ zog er für eine Weiterbildung nach New York. Als Bühnentänzer arbeitete er zuletzt vier Jahre als Solist am Ballett Theater Pforzheim, wo er 2019 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Neben der aktuellen Tätigkeit als Tänzer in freien Projekten (Instant PIG, DieTanzKompanie, Bo Komplex) choreografiert er eigene Stücke (u. a. „Exhibition of being“, "zerbrich mein nicht"). Johannes erhielt 2020 und 2021 das Künstler*innen Stipendium 10qm der Stadt Stuttgart.

Sabrina Schray arbeitet als Künstlerin, Filmemacherin und Regisseurin zu Körpern und deren alltäglichen Inszenierungen. Dabei verwebt sie Popkultur, Identitätspolitiken, technische Entwicklungen und persönlichen Geschichten. Sie studierte Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 2014 gründete sie zusammen mit Valentin Leuschel die Künstlergruppe Gruppe CIS, sie inszenierte mehrere Theaterperformances u. a. am Theater Rampe oder Schauspiel Stuttgart. 2021 gewann sie den Preis der Pokorny Stiftung.

Justyna Koeke, die in Krakau geboren wurde, arbeitet als Bildhauerin und Performancekünstlerin vorwiegend im öffentlichen Raum. Partizipation und Intervention sind nahezu immer die Kernelemente ihrer Arbeiten, tragbare skulpturale Kostüme prägen stets ihre Performances, die sie in Zusammenarbeit mit Aktivist:innen, Musikschaffenden oder Theaterproduktionen entwickelt. Justyna Koeke ist als Dozentin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart tätig. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart, ihr Atelier ist Teil des Kunstvereins Wagenhalle e.V.
www.justynakoeke.com

Simone Demandt erforscht mit Ihrer Fotokunst Wirkungsweisen und Darstellungsformen der Fotografie. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien und lehrt an Kunsthochschulen und Akademien. Sie erweitert mit ihren unterschiedlichen analogen und digitalen Methoden sowohl das Spektrum der abbildhaft-gegenständlichen wie der ungegenständlichen Fotografie.
https://simonedemandt.de/

Birgit Gebhard studierte Kunstgeschichte und Germanistik. Als Co-Leitung von THE REAL OFFICE, einem Produktionsbüro für bildende und darstellende Kunst mit Sitz in Stuttgart und Salzburg, arbeitet sie als Produzentin, Kuratorin, Texterin und Projektkoordinatorin. www.realofficers.net

Performance:  
THOMAS TANZT WEIBLICH
23.07.2022

Kunstzentrum Karlskaserne Ludwigsburg
40 Jahre Tanz- und Theaterwerkstatt Ludwigsburg

Fotografie: Peter Pöschl